Roratemessen – Lichter auf dem Weg zum Weihnachsfest

Die erste der drei Roratemessen in diesem Advent war besonders stimmungsvoll: ein Meer aus Kerzenlichtern in der dezent violett beleuchteten Kirche.

Die Bezeichnung „Rorate“ kommt vom lateinischen Introitusgesang Rorate caeli desuper, et nubes pluant iustum:aperiatur terra, et germinet Salvatorem. – Tauet Himmel, von oben, ihr Wolken, regnet den Gerechten: Es öffne sich die Erde und sprosse den Heiland hervor. (Jes 45,8)

Die Überraschung zum Abschluss war der Besuch des heiligen Nikolaus, der nicht nur den Kindern, sondern allen Messbesuchern ein kleines süßes Geschenk mitbrachte.

Die nächsten Roratemessen feiern wir am Freitag, den 13. Dezember, und am Freitag, den 20. Dezember, jeweils um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche. bitte eigene Kerzen oder Laternen mitbringen!

Foto: Meiert

Drei heilige Leuchttürme

Im Advent gibt es zahlreiche Heiligenfeste, die uns wie Leuchttürme auf den Weg nach Weihnachten weisen. Drei davon sind in diesen Tagen Barbara, Nikolaus und Lucia.

Um die heilige Barbara ranken sich viele Legenden, bekannt ist sie als Patronin der Bergleute, besonders von Schlesien über die Lausitz bis nach Sachsen.
Ich möchte aber auf etwas eingehen, was nicht so bekannt ist: Warum wird Barbara neben dem Turm auch mit Kelch und Hostie dargestellt? Vor ihrem Tode hat der Herr ihr die Verheißung gemacht, dass jeder, der sie als Fürsprecherin anruft, nicht sterben wird ohne das Allerheligste Sakrament des Altares empfangen zu haben .

Auch mit den heiligen Nikolaus sind zahlreiche liebenswerte Legenden verbunden. Doch auch bei ihm möchte ich auf ein eher unbekanntes Faktum hinweisen, das viel mit dem Weihnachtsfest zu tun hat:
Im  Unterschied zum Weihnachtsmann hat der heilige Nikolaus ja tatsächlich gelebt. Und als Bischof von Myra hat er am ersten großen Konzil, dem Konzil von Nicaea im Jahre 325 teilgenommen. Dort ist er mutig gegen den Arianismus aufgetreten. Und was auf diesem Konzil als Glaubenswahrheit bestätigt wurde, ist auch für das Weihnachtsfest wichtig.
Denn wer ist denn dieser Jesus, der da in Bethlehem geboren wurde. Wie das Konzil festgehalten hat: wahrer Gott und wahrer Mensch!
Kein Gott, der nur als Mensch erscheint, kein vergöttlichter Mensch, kein Halbgott, den ein Gott mit einer Menschenfrau gezeugt hat. Nein: Gott von Gott, Licht vom Licht, eines Wesens – homoousious – mit dem Vater.

Und schließlich der dritte Leuchtturm im Advent, auf den ich eingehen möchte: die heilige Lucia, die wir nächste Woche feiern. Sie hat am 13. Dezember 310 das Martyrium auf Sizilien erlitten.
Lucia bedeutet „die Leuchtende“. Sie hat ihrem Namen alle Ehre gemacht, denn sie besuchte während einer der großen Christenverfolgungen mutig die Verstecke der Christen in den Katakomben. Und um die Hände für die speisen frei zu haben, hat sie sich einen Lichterkranz aufs Haupt gesetzt, um in der Dunkelheit den Weg zu finden.
Auch mit ihr ist wie mit Barbara ein Wunder um die Eucharistie verbunden: Obwohl sie auf vielfältige Weise gemartert wurde, starb sie erst, als ihr Bischof Eutychius die Eucharistie gereicht hatte.
So scheint am Gedenktag der hl. Lucia, wenn die Tage noch eimal kürzer und noch dunkler werden, ein helles Licht auf, das uns schon auf Weihnachten verweist.

Möge die Fürsprache dieser drei Heiligen und der Königin aller Heiligen, der Jungfrau und Gottesmutter Maria, zu deren Ehren wir die heutige Messe feiern, uns für Weihnachten bereiten.

Diakon Markus

Foto: Żuk

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