Lasst uns jubeln!

Den aktuellen Gemeindeboten „Angelus“ zur Eröffnung unseres Jubiläumsjahres gibt es hier zum Herunterladen. Den Beitrag von Pfarrer Artur Żuk können Sie gleich im Folgenden lesen:

Ein Jubeljahr (lateinisch annus iubilaeus) oder Heiliges Jahr (annus sanctus) ist ein besonderes Jubiläumsjahr in der römisch-katholischen Kirche, in dem der Papst den Gläubigen bei Erfüllung bestimmter Bedingungen einen vollständigen Ablass gewährt.

Das kirchliche Jubeljahr knüpft indirekt an das biblische Erlassjahr an: einen alle 50 Jahre gebotenen Schuldenerlass und Besitzausgleich für alle Israeliten (Lev 25,8–55). Die Bezeichnung „Jubeljahr“ oder „Jobeljahr“ stammt vom hebräischen Wort jobel, das ursprünglich „Widder“ bedeutete. Aus Widderhörnern wurde das Blasinstrument Schofar gebaut, das zur Eröffnung eines Erlassjahrs geblasen werden sollte. Daher wurde der Ausdruck jobel auf das Instrument und das damit eröffnete Erlassjahr übertragen. – Die lateinische Bibelübersetzung Vulgata des 4. Jahrhunderts übersetzte das hebräische schenat hajobel mit annus iubilæus. Daher stammen „Jubel“, „Jubeljahr“ und das Fremdwort Jubiläum. Daraus abgeleitet ist die umgangssprachliche Redewendung „alle Jubeljahre“, die „ganz selten“ bedeutet, da ein Mensch in der Regel nur zwei bis drei dieser Jubeljahre erleben kann.

So ergibt sich auch für uns in Guben ein besonderes Jubiläumsjahr, das wir am Sonntag, den 17. Oktober 2021 mit einem Pontifikalgottesdienst um 16:00 Uhr mit unserem Bischof Wolfgang Ipolt eröffnen.

Da sich unser Jubiläumsjahr mit dem „Jahr des hl. Josefs“, das Bischof Ipolt bei uns in Guben am 19. März dieses Jahres für die ganze Diözese Görlitz eröffnete, wie auch mit dem „Jahr der Familie“ verbindet (diese beiden spirituellen „Maßnahmen“ hat der Papst Franziskus auch für die gesamte römisch-katholische Kirche in Rom eröffnet), dürfen auch wir hier vor Ort aus den Schätzen der Kirche schöpfen und die am Anfang erwähnten und mit dem Jubeljahr verbundenen Ablässe geistlich nutzen.

Auch die traditionelle Ankündigung unseres Jubeljahres werden wir tätigen. Allerdings nicht mit den Widderhörnern, sondern mit unserer Band, die bereits am Vorabend unseres Festes, am Samstag, den 16. Oktober (Fest der hl. Hedwig), um 19:00 Uhr ein Worship-Konzert in unserer Pfarrkirche geben wird.

Aber… was wollen wir tatsächlich feiern?

Nach den historischen Recherchen hat sich ergeben, dass genau auf den Tag vor 50 Jahren, d.h. am 17. Oktober 1971 unsere Pfarrkirche am Rosenweg 14, durch den damaligen Bischof von Görlitz, Gerhard Schaffran, geweiht wurde. Das ist unser erstes Jubiläum, das wir an dem Tag feiern werden. Aber nicht das einzige, denn in dieser Zeit jährt sich zum 155. Mal die Weihe der ersten Pfarrkirche (die auf der polnischen Seite in der Stadt Gubin steht) und zum 160. Mal die Gründung der römisch-katholischen Pfarrei in Guben. Dieses dreifache Jubiläum wollen wir also ordentlich feiern, und zwar nicht nur an einem Tag, sondern durch das ganze Jubiläumsjahr 2021/2022 hindurch.

Die große Jahresfeier soll viele spirituelle Impulse beinhalten, die in uns den Glauben erneuern und stärken sollen:

Oktober 2021: Konzert und Eröffnung des Jubiläumsjahres mit Agape (16./17. Oktober)

November 2021: Besonderes Gebet für die verstorbenen Katholiken der Stadt Guben 

Dezember 2021: Rundfunkgottesdienst (am 19. Dezember, um 10:00 Uhr, ja! um 10:00 Uhr)

Januar bis März 2022: Glaubenskurs

April 2022: öffentlicher Kreuzweg, Triduum Sacrum

Mai 2022: Maiandachten mit Marienkatechesen, Erstkommunion

Juni 2022: Pfingst-Triduum mit Patrozinium und Firmung am Pfingstmontag (6. Juni)

Juli 2022: Anbetungssonntag

August 2022: Marien-Wochenende um den 15. August herum

September 2022: Bistumswallfahrt nach Neuzelle (4. Sept.)

Oktober 2022: Abschlussgottesdienst des Jubiläumsjahres mit Pfarrfest (16. Oktober)

Hiermit lade ich Sie/Euch alle zur Teilnahme an den Eröffnungsfeierlichkeiten, wie auch an allen spirituellen Angeboten des ganzen Jubiläumsjahres unserer Pfarrei herzlich ein. Für alle gibt es Platz und entsprechende Angebote. 

Und noch eine Bitte: Verrichten Sie in dem kommenden Jubeljahr jeden Tag ein beharrliches Gebet für die Pfarrei und die ganze Stadt Guben, damit wir alle eine tatsächliche Erneuerung im Geiste Jesu Christi erleben. In diesem Sinne: Lasst uns jubeln!

Pfarrer Artur Żuk

Foto: Archiv der Pfarrei Guben

Aktion „Brückenband“

Herzliche Einladung zur Aktion „Brückenband“ am 19. September 2021 auf der TheaterinselDiakonie und Kirchengemeinden laden ein zur deutsch-polnischen Begegnung.

Mit der Aktion „Brückenband“ wollen wir im Monat der Diakonie besonders die Brücke zwischen den Menschen in Guben und Gubin stärken. Die deutsch-polnische Brücke hat es während der Corona-Pandemie schwer gehabt. Wie in vielen Bereichen ist die gemeinsame Begegnung zu kurz gekommen.

Darum veranstalten die Kirchen der Stadtökumene Guben am 19. September 2021 um 14.30 Uhr auf der Theaterinsel die ökumenische Aktion „Brückenband“.
Gemeinsam mit den Kirchengemeinden in Gubin sind Gubener und Gubiner und Einrichtungen der Diakonie und Caritas eingeladen, das gemeinsame Band mit einer symbolischen Aktion zu stärken.
Im Vorfeld werden Bänder in den Nationalfarben in den Kirchengemeinden und auch am 19. September ausgeteilt. Die einzelnen Bänder werden dann zu einem großen Band verknüpft, das möglichst von einem Ufer der Neiße bis zum anderen reichen soll.

Gegen 15 Uhr erfolgt eine Andacht mit geistlichen Ansprachen auf Polnisch und Deutsch und jeweiliger Übersetzung. Anschließend können die Gäste bei Kaffee und Kuchen verweilen und miteinander ins Gespräch kommen oder auch vielleicht die eine oder andere Einrichtung näher kennenlernen.

Bischof Ipolt lädt zur Bistumswallfahrt ein

Bischof Wolfgang Ipolt lädt zur diesjährigen Bistumswallfahrt ein. Er schreibt:

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!
Sehr herzlich lade ich Sie nach Neuzelle ein zu unserer Bistumswallfahrt am Sonntag, dem 5. September 2021.
Papst Franziskus hat am Hochfest des heiligen Josef, am 19. März, ein „Jahr der Familie“ für die ganze Kirche ausgerufen. In diesem Jahr soll in den Gemeinden und Gemeinschaften besonders das Wort des Heiligen Vaters in seinem Schreiben „Amoris laetitia“ neu gehört und bedacht werden.
Unser Jahresthema im Bistum Görlitz bekommt dadurch einen besonderen Akzent: „Wir sind eine Mission“ – das gilt für jeden einzelnen Christen aber auch für jede christliche Familie, die den Glauben lebt und bezeugt. Bei unserer diesjährigen Wallfahrt werden darum auch Ehepaare ein wenig von ihrem Glaubensweg berichten.

Das Wallfahrtshochamt beginnt wie im vergangenen Jahr um 10:00 Uhr auf dem Stiftsplatz vor der Kirche. Das gibt uns die Möglichkeit, die Heilige Messe ohne platzmäßige Beschränkung feiern zu können.
Unsere Wallfahrt endet mit der Schlussandacht gegen 15:00 Uhr.
Gelegenheit zum Empfang des Bußsakramentes ist wie immer vor der Eucharistiefeier in der Stiftskirche.

Eine ausdrückliche Einladung spreche ich in diesem Jahr an die Familien aus. Bringen Sie auch Ihre Kinder mit zur Wallfahrt! Für die ganz Kleinen gibt es während der Wallfahrtsmesse einen Wortgottesdienst mit einer eigenen Katechese.
Es ist schön, wenn die Verbände und Vereine mit Ihren Bannern an der Wallfahrt teilnehmen. Ebenso wünschenswert ist die Teilnahme der Priester und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Bistums.

Vertrauen wir bei der Wallfahrt alle unsere Anliegen Maria, Unserer Lieben Frau von Neuzelle, an und bitten sie um ihre Fürsprache.
Ich grüße Sie herzlich und freue mich auf die Begegnung mit Ihnen am Wallfahrtstag in Neuzelle,

Ihr Bischof
+ Wolfgang Ipolt

Foto: Zisterzienserpriorat Neuzelle

Beginn Religionsunterricht

Der Religionsunterricht findet im Pfarrhaus Sprucker Straße 85 statt und beginnt in der zweiten bzw. dritten Septemberwoche, ebenso die Vorbereitung auf die Erstkommunion und die Firmung.

Religionsunterricht 1. und 2. Klasse
Donnerstag, 15.30 bis 16.15 Uhr
Beginn: 9. September 2021
Lehrer: Diakon Markus M. Riccabona

Religionsunterricht 3. Klasse
und Vorbereitung auf die Erstkommunion
Donnerstag, 16.30 bis 17.15 Uhr
Beginn: 9. September 2021
Lehrer: Diakon Markus M. Riccabona

Religionsunterricht 4. und 5. Klasse
Mittwoch, 15.30 bis 16.15 Uhr
Beginn: 15. September 2021
Lehrer: Pfarrer Dr. Artur Żuk

Religionsunterricht ab 6. Klasse
und Vorbereitung auf die Firmung
Mittwoch, 16.30 bis 17.15 Uhr
Beginn: 15. September 2021
Lehrer: Pfarrer Dr. Artur Żuk

Anmeldung im Pfarrbüro

Foto: Shutterstock.com

KRÄUTERSEGNUNG AN MARIÄ HIMMELFAHRT

Rund um Mariä Aufnahme in den Himmel finden in vielen Pfarren traditionell Kräutersegnungen statt. Bei
uns am Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel, am Sonntag, den 15. August, in der Heiligen Messe um
9.30 Uhr.

WARUM GIBT ES KRÄUTERBUSCHEN?

Im achten Jahrhundert nach Christus deutete die katholische Kirche einen alten, ursprünglich heidnischen
Brauch um und verband ihn mit der Gottesmutter Maria. Drei Tage nach dem Entschlafen der Gottesmutter
kamen die Apostel laut Legende an ihr Grab, doch das Grab war leer, da Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden war. Aus dem Grab jedoch strömte der Duft von Rosen, Lilien und ein lieblicher Wohlgeruch wie von duftenden Heilkräutern.

WAS MUSS HINEIN IN DIE KRÄUTERBUSCHEN?

Sieben bis dreißig Kräuter gehören in einen Kräuterbuschen zu Mariä Himmelfahrt – die Zahl schwankt je
nach Region, es handelt sich jedoch immer um eine symbolträchtige Zahl wie zum Beispiel eine der folgenden:
Sieben: Zahl der Schöpfungstage, Zahl der Vollendung.
Neun: Drei mal drei für die heilige Dreifaltigkeit, Zahl der Fruchtbarkeit.
Zwölf: Zahl der Apostel, Zahl der Stämme Israels.
Vierzehn: Zahl der Nothelfer.
Vierundzwanzig: Zwei mal zwölf für die Stämme Israels und die Apostel (Altes und Neues Testament).

Je nach Region werden unterschiedliche Pflanzen in den Buschen geflochten. In der Mitte des Buschens
steckt oft eine Königskerze, die von zahlreichen anderen Kräutern umrankt ist. Häufig darunter zu finden
sind heimische Kräuter wie Alant, Arnika, Baldrian, Beifuß, Frauenmantel, Johanniskraut, Kamille, Liebstöckl, Pfefferminze, Salbei, Schafgarbe, Thymian und Wermut. Als Symbol für Maria werden häufig auch Rosen und Getreideähren in den Buschen integriert.

WIE WERDEN KRÄUTERBUSCHEN GEMACHT?

Sommerzeit ist Kräuterzeit. Den Heilkräutern wird im Zeitraum zwischen Mariä Aufnahme in den Himmel am 15. August und dem Gedächtnis der Schmerzen Mariens am 15. September, dem sogenannten „Frauendreißiger“, eine besondere Wirkung nachgesagt. Ein besonderer Segen soll in dieser Zeit auf allen Kräutern – mit Ausnahme der Johanniskräuter, die bereits rund um den Johannistag am 24. Juni gepflückt werden – liegen. Und so sammelten Frauen in diesem Zeitraum ihre Heilkräuter, um einen Vorrat für die kalte Jahreszeit anzulegen.

Für die Herstellung eines Kräuterbuschens werden verschiedene Heilkräuter benötigt, die kurz vor Mariä
Aufnahme in den Himmel – am besten am Vortag – gepflückt werden. Beim Binden der Kräuterbuschen gibt es verschiedene Varianten – eine davon stellen wir vor: Die einzelnen Pflanzen werden in absteigender Form zusammengefügt. Begonnen wird mit dem Mittelpunkt, meist der Königskerze, an deren Seiten der Größe entsprechend unterschiedliche Kräuter aus den einzelnen Pflanzengruppen drapiert und anschließend zusammengebunden werden. In vielen Fällen ist das fertige Gesteck nicht rund wie ein Blumenstrauß, sondern eher flach. So vorbereitet lässt es sich mit den Blüten aufgehängt gut bis zur Segnung an Mariä Himmelfahrt aufbewahren.

WAS PASSIERT MIT DEN KRÄUTERBUSCHEN?

An Mariä Aufnahme in den Himmel werden die Kräuterbuschen gesegnet, verbunden mit der Bitte um das
Heil des ganzen Menschen. Als die Kräutersegnung in den Gottesdienst am Festtag eingeführt wurde, war die Legende rund um Marias Tod noch bekannt. Der Duft der Heilkräuter und Blumen verbindet mit der Freude über die Schönheit der Schöpfung die Erinnerung an den Wohlgeruch Mariens als Hinweis auf die Bewahrung ihres Leibes in der Wirklichkeit der Auferstehung.

Von der vielgestaltigen Verwendung der Kräuterbuschen berichtet der Mystiker und Priester Sebastian
Franck bereits 1534 in seinem „Weltbuch“, wenn er schreibt: „An unser frawen Hymmelfart da tregt alle
wellt obs büschel allerley kreüter in die kirchen zuo weihen für alle sucht vnnd plag überlegt bewert.“

Die Kräuterbuschen bringen – immer verbunden mit Gebet! – Gottes Segen ins Haus, daher werden sie in
Haus und Hof aufgehängt, mit Weihrauch vermengt geräuchert, als Tee überbrüht, dem Vieh unters Futter
gemischt oder sogar unters Kopfkissen gelegt, um das Eheglück zu erhalten.

Quelle: Diözese Linz / Foto: Anne Roidl

Pfarrausflug nach Glogau

Am Mittwoch, den 8. September, geht unser diesjähriger Pfarrausflug in die Heimat unseres Pfarrers, nach Głogów (Glogau) und zur Wallfahrtskirche in Grodowiec (Hochkirch).

Programm:
07:50 Uhr Abfahrt Sprucker Straße 85
08:00 Uhr Abfahrt „Hochhaus“
10:00 Uhr Głogów – Insel
nach Ankunft Kaffee/Tee
Besichtigung der Kollegiatskirche
Besichtigung des Hauses „Heil der Kranken“
11:30 Uhr Besichtigung der Altstadt
13:00 Uhr Mittagessen (Rathaus: „Pos Starym Głogiem“)
14:30 Uhr Besichtigung der Heimatkirche des Pfarrers (Corpus Christi)
15:00 Uhr Kaffee/Kuchen (Heimatpfarrei des Pfarrers)
15:45 Uhr Abfahrt nach Grodowiec
16:15 Uhr Hl. Messe in der Wallfahrtskirche
17:00 Uhr Abendessen (Grillen)
18:00 Uhr Rückfahrt nach Guben (Ankunft ca. 20 Uhr)

Busfahrt, Mittagessen, Kaffee und Abendessen kosten pro Person € 45,–. Anmeldung im Pfarrbüro!

Bild: Blick auf Głogów (Foto aus dem Archiv Gminy Miejskiej Głogów)

Nachprimiz von Pater Alberich Maria

Pater Alberich Maria Fritsche vom Zisterzienserpriorat Neuzelle hat am 20 Juni 2021 bei und mit uns in Guben Nachprimiz gefeiert und anschließend den Primizsegen gespendet. Ein besonderes Fest, denn für einen Primizsegen sollte man sich sogar die Schuhsohlen durchlaufen, wie es im Volksmund heißt.

Pater Alberich Maria aus der Pfarrei Senftenberg ist ein „echter Niederlausitzer“! Er wurde am 2. März 1992 als Dominik Fritsche in Lauchhammer, Brandenburg, geboren. Nach dem Abitur folgten Praktika und ein Auslandsjahr in der Ukraine, wo er in einem Heim für Jugendliche mithalf. Bei einer Fahrradtour mit Bekannten lernte er das Stift Heiligenkreuz kennen und folgte dem Ruf Gottes in das Kloster.

Pater Alberich Maria legte nach einem Jahr Kandidatur, einem Jahr Noviziat und drei Jahren zeitlicher Profess am 20. August 2015 die ewige Profess ab und wurde am 10. Oktober 2020 zum Diakon geweiht. 2018 kam er als einer der sechs Gründermönche des Zisterzienserpriorats Neuzelle zurück in seine Heimat. Am 30. April 2021 schloss Pater Alberich Maria sein Philosophie- und Theologiestudium an der päpstlichen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz mit dem Magister Theologiae ab und wurde am 22. Mai, am Tag der Pfingstvigil, von bischof Wolfgang Ipolt in der Stiftskirche Neuzelle zum Priester geweiht.

Foto: Pater Alberich Maria Fritsche spendet den Einzelprimizsegen (Foto: Riccabona)

Aktueller Gemeindebote „Angelus“

Den neuen Gemeindeboten „Angelus“ für die Monate Juli bis September 2021 gibt es hier zum Herunterladen. Die Kolumne „diakonal“ der 9. Ausgabe des „‚Angelus“ können Sie hier im Folgenden lesen:

Die Wahrheit …

„Und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde“, so betet der Zelebrant im sogenannten Embolismus (griechisch: Einschub) des Vaterunsers. Diese Bitte um Bewahrung vor Verwirrung ist in dieser Zeit besonders aktuell und notwendig.

Denn wenn wir uns umhören, wenn wir die Zeitungen lesen, die Tagesschau sehen, die „sozialen“ Medien durchstöbern: Wem sollen wir glauben? Was stimmt denn davon wirklich? Was ist die Wahrheit?

Wer keine sichere Richtschnur, keinen festen Halt unter den Füßen hat, nicht weiß in welche Richtung er seinen Blick in die Zukunft wenden soll, der ist in dieser Zeit der Desinformation und Manipulation heillos überfordert – wenn nicht verloren.

… ist eine Person!

Doch wir als Christen haben genau das: die Richtschnur, den Halt und die Orientierung. Denn wir kennen die Wahrheit! Jesus sagte von sich selbst: „Ich bin der Weg, die WAHRHEIT und das Leben.“

Als Pilatus Jesus fragte: „Was ist Wahrheit?“, da schwieg dieser. Denn die Wahrheit selbst stand vor dem Statthalter.

Die Wahrheit ist keine Lehre, keine Doktrin, schon gar keine Zeitungsmeldung. Die Wahrheit ist eine Person! Und diese Person heißt Jesus Christus. Wir dürfen ihn kennen. Wir dürfen die Wahrheit kennen und erkennen. Und nur die Wahrheit, nämlich Jesus Christus, macht uns frei!

Diakon Markus

Dreifaltigkeit heißt Liebe

An diesem Sonntag feiern wir den Dreifaltigkeitssonntag und das Patrozinium unserer Pfarrei St. Trinitas. So rückt das vielleicht größte und zugleich schwierigste Glaubensgeheimnis der Christenheit an diesem Tag in den Mittelpunkt. Sogar einer der größten Theologen der Gegenwart, Josef Ratzinger – Papst Benedikt XVI., schreibt in seinem Werk „Einführung in das Christentum“, dass alles Reden und Schreiben über die Trinität nur „armseliges Gestammel“ sein kann.

Gott ist immer größer. Wir können als Geschöpfe nicht Gott, den Schöpfer, begreifen, ja nicht einmal denken. So schreibt auch Dionysius Areopagita, der Begründer der christlichen Mystik, am Ende des 5. Jahrhunderts, dass die Geheimnisse Gottes in seinem Schweigen und Dunkel unenthüllbar bleiben.

Die Frage ist, was können wir denn überhaupt von Gott wissen, was nicht aus unseren eigenen, armseligen, völlig begrenzten Ideen und Überlegungen kommt? Hat nicht Ludwig Feuerbach recht, wenn er sagt, dass Gott nur eine Projektion der Wünsche und Vorstellungen des Menschen ist?

Der große Unterschied zwischen Christentum und Judentum einerseits und allen anderen Religionen und Philosophien andererseits ist: Wir glauben zwar auch, dass Gott von uns aus nicht erreichbar, nicht erkennbar, nicht einmal denkbar ist – dass er aber von sich aus erkannt werden will! Gott will sich uns zeigen, Gott will dass wir ihn kennenlernen können. Von Anfang an ist Gott zum Menschen unterwegs, um eine Gemeinschaft mit ihm zu bilden. Der Bund mit Gott ist der tiefe Sinn aller Schöpfung!

Um jetzt einen Ritt durch die gesamte Heils- und Offenbarungsgeschichte zu machen, ist hier nicht der Ort. Deswegen komme ich gleich zum Höhepunkt und Abschluss:
In Jesus Christus hat sich Gott schließlich unüberbietbar geoffenbart, sich den Menschen so gezeigt, wie ER will, dass wir ihn kennen: als die Liebe selbst!

Um mit den Menschen zu sein, um eine Liebesbeziehung mit uns einzugehen, ist er selbst Mensch geworden und doch auch ganz Gott geblieben. „Wer mich sieht, hat den Vater gesehen“, sagt Jesus. In ihm und an ihm können wir anfangen zu erkennen, wer und wie Gott wirklich ist. Er hat sich selbst entäußert, wie es im Philipperbrief heißt. Das heißt, er hat auf seine Göttlichkeit verzichtet. Das heißt, er hat, um uns zu begegnen, auf sich selbst verzichtet. Bis zum Kreuz.

Durch den Sohn haben wir den Vater erkannt, und er hat uns auch den Heiligen Geist gesandt. Er hat uns geoffenbart, dass Gott, der EINE, in sich drei Personen ist, die Fülle selbst. 

Wenn Gott DIE Liebe ist, dann muss er in sich, in seinem innersten Wesen Liebe sein und lieben. Und wenn Er, der ohne Anfang und Ende ist, schon Liebe ist bevor die Welt ist, ja wenn die Schöpfung ursächlich aus Seiner Liebe hervorgeht – dann muss diese anfangs- und endlose Liebe in Ihm selbst lebendig sein. Liebe ist aber Beziehung. Die höchste Form von Beziehung. Und genau das heißt – vereinfacht ausgedrückt – Dreifaltigkeit: dass Gott in sich Beziehung ist.

So sind auch die Bezeichnungen „Vater“ und „Sohn“ keine Geschlechtsbezeichnungen, sondern Beziehungswörter: Der Vater liebt den Sohn, und der Sohn liebt den Vater. Der Vater schenkt sich ganz dem Sohn, und der Sohn schenkt sich ganz zurück. So sagt Jesus im heutigen Evangelium: „Alles, was der Vater hat, ist mein.“ Gott ist in diesem Sinne nicht statisch, sondern in sich dynamische Beziehung. Und diese Beziehung zwischen Vater und Sohn, diese Hingabe zwischen dem Schöpfer und Seinem Wort, diese LIEBE – das ist der Heilige Geist.

Der Heilige Geist ist Beziehung, er ist die Liebe und das Leben Gottes selbst. Er ist Gott und so ist er auch Person. Deswegen hat uns Jesus, der Sohn, durch die Sendung des Heiligen Geistes mit hineingenommen in eben diese Liebesbeziehung mit Seinem Vater. So heißt es heute in der Lesung aus dem Römerbrief: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“

Wir sind DURCH Jesus und IM Heiligen Geist auch zu Töchtern und Söhnen Gottes geworden und damit zu Erben.

Diakon Markus

Bild: Ikone von Andrej Rubljew (Ausschnitt)

Patrozinium mit Firmung und Weihe des neuen Ambos

Zum Patrozinium unserer Pfarrkirche „Maria Mutter der Christenheit“ am Pfingstmontag feierte Bischof Wolfgang Ipolt mit uns ein Pontifikalamt. In dessen Rahmen firmte unser Diözesanbischof 15 Jugendliche und junge Erwachsene, weihte den neuen Ambo und beauftragte unsere 10 Lektoren für ihren liturgischen Dienst.

Begrüßung durch Pfarrer Artur Żuk:

Weihe des neuen Ambos:

Beauftragung der Lektoren (v.r.n.l.): Sebastian Bielak, Margarete Emmer, Bernadett Kruppa, Lidia Nawrocka, Gisela Plonka, Johannes Ringelhann, Kathrin Skoczikloda, Hans Türk, Barbara Wilke und Martin Wilke.

Herabrufung des Heiligen Geistes auf die Firmlinge:

Salbung mit Chrisam: „Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist!“ – „Amen.“ – „Der Friede sei mit dir.“

Eucharistiefeier:

Bischof Wolfgang Ipolt, Pfarrer Artur Żuk und die 15 neu Gefirmten:

Fotos: Pfarrei Guben