Kirchweihfest

Am Sonntag beging die Pfarrgemeinde das Kirchweihfest mit einer feierlichen Messe, begleitet vom Chor unter der Leitung von Thomas Grimm. Am 17. Oktober 1971 wurde unsere Pfarrkirche „Maria, Mutter der Christenheit“ geweiht.

Bei der Agape danach wurden sowohl das frisch getraute Ehepaar Peter und Dorota Kalisch gefeiert, als auch Pfarrer i.R. Kan. Uwe Aschenbrenner, der Gratulationen zu seinem kürzlichen 70. Geburtstag trotz einer Reise nach Portugal nicht entkommen konnte. 

Fotos: Riccabona

Die Männerrunde und die Heilung der Gegensätze

Unsere Männerrunde besuchte am Festtag der hl. Bistumspatronin Hedwig mit Pater Kilian vom Zisterzienserpriorat Neuzelle das Gebiet des ehemaligen Stasi-Geländes bei Treppeln, das möglicherweise der Platz für den Bau eines neuen Klosters wird. 
Wird die Wunde in diesem Gebiet geheilt werden? Wird das Gebet der Mönche an diesem Ort das viele Leid und Unrecht sühnen? 
Gemeinsam haben wir uns und diesen Ort dem HERRN anvertraut. DEIN Wille geschehe!

Fotos: Riccabona

Im Folgenden die Predigt von Diakon Markus bei der vorangegangenen Hl. Messe:

Heute fügt sich alles zu einem Ganzen: das Fest der Bistumspatronin, der hl. Hedwig, der Wahltag des hl. Papstes Johannes Paul II. und der Besuch der Männerrunde auf dem früheren Stasi-Gelände in Treppeln, das als Bauplatz für das neue Kloster der Mönche geplant ist.

Die hl. Hedwig lebte in den schwierigen Umständen ihrer Zeit nach ihrem Grundsatz: „Man muss Gegensätze durch Gegensätze heilen.“ Den Hass durch die Liebe, die Schuld durch Sühne. So wurde Hedwig zur asketischen Büßerin, die gleichzeitig doch auch liebende Gattin und Mutter blieb und eine weise Ratgeberin und Herrscherin wurde. Nach dem Tod ihres Gatten, Herzog Heinrichs des Bärtigen, 1238 zog sie sich in das Zisterzienserinnenkloster Trebnitz bei Breslau zurück.

Und ausgerechnet Zisterzienser sind es, die auf einem belasteten Grundstück eines Unrechtsregimes ihr Kloster bauen möchten. Wo Hass, Verrat und Folter herrschten, wird – so Gott will – in Zukunft durch ständiges Gebet Gott gelobt, geliebt und Unrecht gesühnt, die Gegensätze durch Gegensätze geheilt. Durch die Hingabe der Mönche geht Gottes Heilung auf dieses ganze Land über, wie auch die hl. Hedwig durch ihre Hingabe zum Segen für ihr Land wurde.
Und wir dürfen durch unser Gebet und unsere eigene Liebeshingabe mitwirken an dieser Wende, dieser wirklichen Wende – von Sünde und Schuld hin zu Sühne und Heilung.

Und ohne die Wahl Karol Woytiłas zum Papst heute vor 41 Jahren, ohne das mutige Wirken des hl. Johannes Paul II., dessen Reliquien wir heute verehren dürfen – ohne diesen Papst wäre es nie so rasch und so gewaltlos zum Ende des Kommunismus gekommen. Eben nicht durch Gewalt, durch Putsch oder Revolte, sondern durch eine Revolution an der Hand Marias, an die er sich ganz hingegeben hatte: „Totus tuus“, „Ganz Dein“ war sein Wahlspruch. Durch Gebet und Sühne, durch die Heilung der Gegensätze durch Gegensätze, ist der Kommunismus gefallen.

So fügt sich heute alles zu einem großen Ganzen, für das wir der Vorsehung Gottes danken dürfen.

Nächster Termin – offen für alle Männer

Die Männerrunde trifft sich an jedem 3. Mittwoch im Monat. Das nächste Treffen ist am 20. November und beginnt um 8.00 Uhr mit der Hl. Messe in der Kapelle des Pfarrhauses. Die Männerrunde ist keine geschlossene Gruppe, sondern offen für ALLE Männer!

Erntedankfest: Dankbarkeit stärkt den Glauben

Mit einem prächtigen Schmuck aus Feld- und Gartenfrüchten, Blumen, Brot und Wein um den Altar beging die Pfarrgemeinde am 6. Oktober das Erntedankfest. „Wenn wir auf den prächtigen Erntedankaltar schauen, den gestern tüchtige Mitarbeiter aufgebaut haben, sagen wir auch ein großes Dankeschön“, sagte Pfarrer Artur Żuk.

Die Dankbarkeit Gott gegenüber bezeichnete Pfarrer Żuk in seiner Predigt als „Methode zur Stärkung des Glaubens“. Durch gelebte Dankbarkeit entstehe ein starkes soziales Netz, auch im Bereich der Religion. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Glaube und Spiritualität die Fähigkeit zur Dankbarkeit erhöhen. Żuk: „Wer dankt, der denkt an den Geber, er denkt an die Güte, die ihm erwiesen wurde.“

Eucharistie bedeute nichts Anderes als Danksagung. „Wir feiern jedes Mal am Altar Danksagung. Dankbarkeit, besonders im eucharistischen, liturgischen Sinne, ist nichts Anderes, als an den Geber zu denken, Ihm danken, zu Ihm beten, den Geber anzubeten. Das ist der ganze Sinn des Erntedankfestes.“

Wenn wir vor Gott kämen mit einer ganzen Litanei von Wünschen, würden wir nicht Gott sehen, sondern unsere Wünsche, betonte der Pfarrer. „Aber wenn wir mit Lobpreis und Gebet vor den Geber kommen, dann sehen wir plötzlich Ihn.“ Dann sei die Anbetung plötzlich wie ein „durchlässiges Sprechrohr“, durch das die Gnade zu uns fließen könne. Sonst sei das Rohr verschlossen durch die eigenen Interessen. Żuk ermutigte die Gemeinde, dies als „Gebrauchsanweisung zu nehmen, damit wir Gott öfters danken und ihn anbeten“. Dabei sei Jesus unser Vorbild: In jedem Moment, besonders in schwierigen Situationen, hab er zuerst seinem Vater gedankt. Erst dann konnte die ganze Gnade herabfließen. 

Fotos: Meiert, Żuk, Riccabona

Segnung der Erntegaben
Das fleißige Vorbereitungsteam!

Rosenkranzmonat Oktober

Im Monat Oktober wird von der Kirche besonders das Gebet des Rosenkranzes empfohlen. Der Rosenkranz ist eines der schönsten und wirkungsvollsten Gebete überhaupt und hat im Verlauf der Jahrhunderte unzählige Menschen zum Glauben geführt, im religiösen Leben gestärkt und zuletzt in den Himmel geführt.

Im Rosenkranzgebet wenden wir uns an die Jungfrau Maria, dass sie uns immer nah zu ihrem Sohn Jesus bringe, sagte Papst Franzikus 2017 auf Malta. Beim Gebet der freudenreichen, lichtreichen, schmerzreichen und glorreichen Geheimnisse durchlaufen wir die verschiedenen Stationen des Lebens Jesu, aber auch unseres eigenen Lebens. „Betend bringen wir Gott alles dar: die Mühen, die Verletzungen, die Ängste, aber auch die Freuden, die Gaben, die lieben Menschen … alles dem Herrn. Betend erlauben wir Gott, in unsere Zeit einzutreten und alles anzunehmen und zu verwandeln, was wir erleben.“ Papst Franziskus forderte dazu auf, oft den Rosenkranz zu beten, damit er Frieden in die Herzen in der Familie, der Kirche und der Welt bringe.

Betrachtung in Stille

„Der Rosenkranz ist Schule der Betrachtung und der Stille“, sagte Papst Benedikt XVI. 2008 bei einer Meditation im italienischen Wallfahrtsort Pompeji. „Auf den ersten Blick mag er wie ein Gebet erscheinen, bei dem Worte aneinandergereiht werden und das daher schwer vereinbar ist mit der Stille, die zu Recht für die Meditation und die Betrachtung empfohlen wird. In Wirklichkeit stört das gleichmäßige Wiederholen des Ave Maria die innere Stille nicht, sondern erfordert sie vielmehr und nährt sie. Ähnlich wie bei den Psalmen im Stundengebet kommt die Stille durch die Worte und Sätze hindurch zum Vorschein – nicht als eine Leere, sondern als eine Anwesenheit des letzten Sinnes aller Dinge, der die Worte übersteigt und gemeinsam mit ihnen zum Herzen spricht. So müssen wir beim wiederholten Beten des Ave Maria darauf achtgeben, daß unsere Stimmen die Stimme Gottes nicht »überlagern«, denn er spricht immer durch die Stille, wie »ein sanftes, leises Säuseln« (1 Kön 19,12). Wie wichtig ist es also, sowohl im persönlichen als auch im gemeinschaftlichen Gebet diese Stille zu pflegen, die erfüllt ist von Gott!“

Foto: Shutterstock.com

Heilige Messe in polnischer Sprache!

PL: Szczęść Boże! Od października nasza parafia w Guben zaprasza na polskojęzyczną Mszę św. Będzie ona odprawiana w każdą 2 niedzielę miesiąca o godzinie 10:30 w kościele parafialnym (ul. Rosenweg 14). Na tę wspólną modlitwę zapraszamy wszystkich, szczególnie polskojęzycznych, wiernych. Najbliższe terminy to: 13 października, 10 listopada, 8 grudnia.

DE: Grüß Gott! Ab Oktober bietet unsere Pfarrei in Guben eine Hl. Messe in polnischen Sprache an. Jeweils am 2. Sonntag im Monat, um 10:30 Uhr in der Pfarrkirche (Rosenweg 14). Zu diesem gemeinsamen Gebet laden wir alle, besonders die polnischsprachigen Gläubigen, ein. Die nächsten Termine: 13. Oktober, 10. November, 8. Dezember.

Männerrunde gestartet

Mit einer Heiligen Messe, einer anschließenden Jause mit geistlichem Impuls und vielen Ideen hat die neue Männerrunde begonnen. Männliche Spiritualität und männliche Aktivitäten stehen an jedem dritten Mittwoch im Monat am Programm.

Jede Aktion, jedes Handeln, müsse aus der Kontemplation, dem Gebet, kommen, sonst werde sie zum Aktionismus und bleibe letztlich leer und fruchtlos. Das betonte Diakon Markus Michael Riccabona in seiner Predigt beim Gottesdienst zum Auftakt der Männerrunde.
Als „Selbstverteidigungsgruppe“ gegen die Ideologien des Zeitgeistes bezeichnete Pfarrer Artur Żuk in seinem Impuls die Männerrunde. Ziel sei eine eine Selbstverwirklichung auf christliche Art: die Ebenbildlichkeit Gottes in allen Lebensbereichen immer mehr zum Ausdruck zu bringen.

Die nächste Männerrunde gibt es am Mittwoch, den 16. Oktober. Das Programm: 8.00 Uhr Hl. Messe in der Kapelle im Pfarrhaus, anschließend Frühstück, danach Exkursion zum Gebiet des ehemaligen Forsthauses Treppeln, dem geplanten Ort des Klosterbaues der Zisterziensermönche von Neuzelle, mit Führung und Erklärungen von P. Kilian. Den Abschluss bildet um 12 Uhr der Besuch des Chorgebetes der Mönche in der Stiftskirche Neuzelle.

Fotos: Riccabona

Amtsübergabe an Pfarrer Artur Żuk

UPDATE – mit neuen Fotos!

Der Dekan des Dekanats Cottbus-Neuzelle, Propst Thomas Besch, hat Pfarrer Dr. Artur Żuk am Sonntag, den 15. September, im Rahmen einer Hl. Messe in der Pfarrkirche Guben in sein Amt eingeführt. Vor 150 Gläubigen und zahlreichen Konzelebranten aus dem Dekanat, aus Polen und sogar Bayern erklärte Pfarrer Żuk auf Fragen des Dekans seine Bereitschaft, die Aufgaben und Pflichten eines Leiters der Pfarrei zu übernehmen. Thomas Wilke vom Kirchenvorstand überreichte ihm daraufhin feierlich den Kirchenschlüssel.

Beim anschließenden Fest im Pfarrsaal gratulierten unter anderen sein früherer Kollege Dr. Sebastian Kießig von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, die Vertreter der Stadtökumene Guben, die Amtskollegen von Gubin, der Kirchenchor mit einer Einlage und sogar der Taufpriester von Pfarrer Żuk, Prälat Ryszard Dobrokowicz.

Titelbild: Pfarrer Artur Żuk mit dem Kirchenschlüssel
(Fotos: Riccabona, Meiert)

Befragung durch Dekan Propst Thomas Besch
Übergabe des Kirchenschlüssels durch Thomas Wilke und von Blumen durch Bernadette Kruppa
Der neue Pfarrer ist im Amt!
Verkündigung des Evangeliums durch Diakon Markus M. Riccabona
Predigt von Dekan Propst Thomas Besch
Dr. Sebastian Kießig
Pfarrer Ryszard Rudkiewicz von Gubin und sein Vorgänger Kan. Zbigniew Samociak
Gäste aus Bayern
Pfarrer Dschin-u Oh von der Evangelische Kirchengemeinde Region Guben
Pfarrer i.R. Kan. Uwe Aschenbrenner imd Thomas Wilke vom Kirchenvorstand
Bürgermeister Fred Mahro
Gottfried Hain von der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde in Guben
Christiane Fritzschka vom Evangelischen Seniorenzentrum „Herberge zur Heimat“
Prälat Ryszard Dobrokowicz
Choreinlage
Der neue Pfarrer mit „seinem“ Kirchenchor

Gemeindebrief auf der Homepage!

Den jeweils aktuellen Gemeindebrief finden Sie ab jetzt immer auch auf der Homepage zum Herunterladen auf der Seite https://katholische-kirche-guben.de/gemeindebrief/ 

Zur Ausgabe des „Angelus“ für September/Oktober 2019 kommen Sie hier direkt. Der nächste „Angelus“ für November/Dezember 2019 erscheint Ende Oktober. Redaktionsschluss ist am 11. Oktober. Beiträge bitte per E-Mail an Diakon Markus.

Versöhnung in Gubin

Unser Pfarrer in Ruhe, Kanonikus Uwe Aschenbrenner, war als Vertreter der katholischen Kirche beim deutsch-polnischen Versöhnungsfest in Gubin, bei dem des Ausbruchs des 2. Weltkriegs vor 80 Jahren gedacht wurde.

Vor der im Krieg zerstörten ehemaligen Haupt- und Stadtkirche feierten die christlichen Kirchen und Gemeinden von Guben und Gubin einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst

Fotos: Antoni Barbasz

Bistumswallfahrt: „Herr, zeige uns deine Wege!“

Vor 25 Jahren gründete Papst Johannes Paul II. die Diözese Görlitz. Das Jubiläum der Bistumsgründung haben die Gläubigen am Sonntag, den 1. September, mit der Bistumwallfahrt in Neuzelle gefeiert. Diese findet in jedem Jahr am ersten Sonntag im September statt.

Bischof Wolfgang Ipolt hatte  Ehrengäste eingeladen, den Apostolischen Nuntius Erzbischof Dr. Nikola Eterović, Botschafter von Papst Franziskus in Deutschland, Weihbischof Andrzej Siemieniewski  aus dem Erzdiözese Breslau, in Vertretung von Erzbischof Dr. Jozef Kupny und Weihbischof Dr. Matthias Heinrich aus dem Erzbistum Berlin, in Vertretung von Erzbischof Heiner Koch.

Die Wallfahrt stand unter dem Jahresthema des Bistums: „Herr, zeige uns deine Wege!“ 

Hier weiterlesen und zu zahlreichen Fotos!

Foto: Bistum Görlitz/Raphael Schmidt