Nächstenliebe nicht delegieren

Am 19. November feiern wir den Gedenktag der hl. Elisabeth von Thüringen, die u.a. Patronin der Caritas-Vereinigungen ist. 

Die Gefahr ist groß, dass wir die Caritas (ein Grundvollzug der katholischen Kirche) delegieren: an den Caritaskreis der Pfarre, an die Caritas des Bistums, an professionelle Einrichtungen.

Nächstenliebe kann jedoch niemals delegiert werden! Schauen wir genau, wer unsere tätige Hilfe braucht: Ist jemand in meiner Umgebung einsam? Kann sich jemand die Heizung nicht leisten? Braucht jemand Hilfe beim Einkaufen? Ist jemand krank?

Heilige Elisabeth, bitte für uns, damit unsere Herzen und unsere Hände geöffnet werden!

Bild: Meister der Gewandstudien: Elisabeth-Triptychon (Ausschnitt), um 1480, in der Staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe (Foto: public domain)

Neue Seiten!

Ab sofort gibt es neue informative Seiten auf der Pfarrhomepage! Unter dem Menüpunkt Gemeinde finden Sie jetzt auch den jeweils aktuellen Gemeindebrief, den Lektorenplan sowie den Küsterplan.
Auch für die Kirchenmusik gibt es eine neue Seite mit allen Terminen des Chores und der Band.
Schauen Sie regelmäßig hinein!

Foto: Riccabona

Dankfest für Ehrenamtliche

Der zweite „Erntedank“ in unserer Pfarrei: Mit einer Feier mit Dankmesse und gemeinsamem Mahl bedankte sich die Pfarrei bei den über 50 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre unermüdlichen und unersetzlichen Dienste. Vergelt’s Gott!

Emmer Margarete
Franz Manfred                    
Franz Maria
Gajda Theresia
Gesikiewicz Karin 
Gezorreck Michael
Grimm Maria-Theresia
Grimm Michael
Grimm Peter
Grimm Thomas
Hanschke Elisabeth
Hauser Barbara   
Hirsch Marlene
Hoffmann Roswitha
Jähne Peter
Kramwinkel Christel
Kruppa Bernadett
Kubiak Teresa
Lehmann Dietmar   
Lehmann Gudrun
Lenze Valerie
Meiert David 
Meiert Katarzyna                          
Merker Bogdan
Mierzwa Annemarie
Palme Marlies
Passeck F.-M.
Plonka Gisela
Plonka Leopold
Plonka Peter
Plonka Thomas
Purand Cornelia
Rathmann Gerd
Rathmann Mariola
Ringelhann Carola
Ringelhann Christian
Ringelhann Christoph 
Ringelhann Johannes
Roman, Anna
Schultz Eberhard
Schultz Gisela
Skoczykloda Kathrin
Slupina Ursula
Stoll Kystyna
Tilgner Conrad
Tilgner Eva
Tiller Bärbel
Türk Johannes
Ulbricht Ellen
Weiss Barbara
Weiss Reinhold
Weiss Veronika
Wilke Barbara
Wilke Beate
Wilke Martin
Wilke Thomas

Foto: Riccabona

Unser Ziel ist Gott!

„Wir hoffen nur noch auf eine bessere Welt, einen solidarischeren, ökologischeren, offeneren, gerechteren Planeten. Doch das reicht nicht für eine göttliche Hoffnung! Das Ziel unserer Sehnsucht ist Gott selbst! Unser Herz ist zu groß für diese beschränkte Welt! Mit dem heiligen Augustinus müssen wir ausrufen: ‚Geschaffen hast du uns im Hinblick auf dich, und unruhig ist unser Herz, bis es ruhet in dir.‘ […] Wir sind berufen, in Fülle vergöttlicht zu werden. Das – und nichts anderes – ist der Himmel!“
(Robert Kardinal Sarah)

Foto: Shutterstock.com

„Die Seele sakramental ausputzen!“

Den neuen „Angelus“-Pfarrbrief für November/Dezember hier herunterladen.

Irgendwie habe ich das Gefühl, als wäre ich gerade erst aus dem Sommerurlaub zurück, aber es sind bereits zwei Monate nach meinem Umzug aus Bayern nach Brandenburg und zugleich die ersten zwei vollen Monate meines priesterlichen Dienstes in Guben. Ach! Alles verläuft tatsächlich „Ruck-Zu(c)k“.

Kaum haben wir für die Ernte des Jahres gedankt, noch nicht richtig zu Ende den Oktoberrosenkranz gebetet und schon muss man an die Winterreifen denken, unsere Toten auf den Friedhöfen besuchen und langsam die adventlichen Lichter besorgen. Die Zeit vergeht unglaublich schnell, und es ist noch so viel zu tun bis Weihnachten.

Gleichzeitig freut sich das kleine Kind in mir wieder auf Weihnachten. Es kann ja nicht immer Sommer sein, jedenfalls nicht in unserem Lande. 

Auf dem Heimweg durch die Dunkelheit hatte ich jedenfalls Zeit genug, mir ein wenig Schnee zu Weihnachten zu wünschen, mir den Duft von leckerem Gebäck vorzustellen und mich auf gemütliche Tage in der warmen Stube zu freuen.

Weihnachten ist auch immer wieder eine Chance: Einmal innezuhalten und zur Ruhe zu kommen, nach einem vielleicht anstrengenden Jahr, nach Lebensveränderungen, nach den vielen Vorbereitungen auf Weihnachten und all den Dingen unseres leider oft so hektischen Alltags.

Weihnachten ist eine Zeit, da wir einmal durchatmen sollten, auch im geistigen Sinne. Eine Zeit, in der wir uns wieder aufs Neue bewusst machen sollten, dass Jesus zu uns gekommen ist und immer wieder neu zu uns kommen will, wenn wir ihn nur lassen.

Als Katholiken denken wir aber daran, dass der neugeborene Sohn Gottes, auf dessen Ankunft wir uns in den nächsten Wochen vorbereiten werden, nicht unbedingt unsere geputzten Fenster, einen vollen Kühlschrank oderfrisch gewascheneGardinen in unseren Wohnungen braucht, sondern einen festen und gut vorbereiteten Platz in unserer Seele. 

Daher nehmen wir uns vor die kommendeAdventszeit, als eine Chance zu nutzen, unsere Seelen sakramental auszuputzen und frisch für das Christkind zu machen. Nehmen wir die Beichttermine ernst, sowohl in unserer Pfarrei, als auch im Kloster Neuzelle oder anderswo, wo Jesus im Beichtstuhl auf uns wartet. Geben wir ihm keinen Korb! Er will uns mit sich selber – mit seiner Barmherzigkeit beschenken. Letztendlich wollen wir doch seinen Geburtstag feiern!

In diesem besinnlichen Sinne wünsche ich uns allen einen schönen, tiefgreifenden Advent und frohe, gesegnete Weihnachten. Alle Gute zum Geburtstag Jesu!

Pfarrer Artur Żuk

Den neuen „Angelus“-Pfarrbrief für November/Dezember hier herunterladen.

Kirchweihfest

Am Sonntag beging die Pfarrgemeinde das Kirchweihfest mit einer feierlichen Messe, begleitet vom Chor unter der Leitung von Thomas Grimm. Am 17. Oktober 1971 wurde unsere Pfarrkirche „Maria, Mutter der Christenheit“ geweiht.

Bei der Agape danach wurden sowohl das frisch getraute Ehepaar Peter und Dorota Kalisch gefeiert, als auch Pfarrer i.R. Kan. Uwe Aschenbrenner, der Gratulationen zu seinem kürzlichen 70. Geburtstag trotz einer Reise nach Portugal nicht entkommen konnte. 

Fotos: Riccabona

Die Männerrunde und die Heilung der Gegensätze

Unsere Männerrunde besuchte am Festtag der hl. Bistumspatronin Hedwig mit Pater Kilian vom Zisterzienserpriorat Neuzelle das Gebiet des ehemaligen Stasi-Geländes bei Treppeln, das möglicherweise der Platz für den Bau eines neuen Klosters wird. 
Wird die Wunde in diesem Gebiet geheilt werden? Wird das Gebet der Mönche an diesem Ort das viele Leid und Unrecht sühnen? 
Gemeinsam haben wir uns und diesen Ort dem HERRN anvertraut. DEIN Wille geschehe!

Fotos: Riccabona

Im Folgenden die Predigt von Diakon Markus bei der vorangegangenen Hl. Messe:

Heute fügt sich alles zu einem Ganzen: das Fest der Bistumspatronin, der hl. Hedwig, der Wahltag des hl. Papstes Johannes Paul II. und der Besuch der Männerrunde auf dem früheren Stasi-Gelände in Treppeln, das als Bauplatz für das neue Kloster der Mönche geplant ist.

Die hl. Hedwig lebte in den schwierigen Umständen ihrer Zeit nach ihrem Grundsatz: „Man muss Gegensätze durch Gegensätze heilen.“ Den Hass durch die Liebe, die Schuld durch Sühne. So wurde Hedwig zur asketischen Büßerin, die gleichzeitig doch auch liebende Gattin und Mutter blieb und eine weise Ratgeberin und Herrscherin wurde. Nach dem Tod ihres Gatten, Herzog Heinrichs des Bärtigen, 1238 zog sie sich in das Zisterzienserinnenkloster Trebnitz bei Breslau zurück.

Und ausgerechnet Zisterzienser sind es, die auf einem belasteten Grundstück eines Unrechtsregimes ihr Kloster bauen möchten. Wo Hass, Verrat und Folter herrschten, wird – so Gott will – in Zukunft durch ständiges Gebet Gott gelobt, geliebt und Unrecht gesühnt, die Gegensätze durch Gegensätze geheilt. Durch die Hingabe der Mönche geht Gottes Heilung auf dieses ganze Land über, wie auch die hl. Hedwig durch ihre Hingabe zum Segen für ihr Land wurde.
Und wir dürfen durch unser Gebet und unsere eigene Liebeshingabe mitwirken an dieser Wende, dieser wirklichen Wende – von Sünde und Schuld hin zu Sühne und Heilung.

Und ohne die Wahl Karol Woytiłas zum Papst heute vor 41 Jahren, ohne das mutige Wirken des hl. Johannes Paul II., dessen Reliquien wir heute verehren dürfen – ohne diesen Papst wäre es nie so rasch und so gewaltlos zum Ende des Kommunismus gekommen. Eben nicht durch Gewalt, durch Putsch oder Revolte, sondern durch eine Revolution an der Hand Marias, an die er sich ganz hingegeben hatte: „Totus tuus“, „Ganz Dein“ war sein Wahlspruch. Durch Gebet und Sühne, durch die Heilung der Gegensätze durch Gegensätze, ist der Kommunismus gefallen.

So fügt sich heute alles zu einem großen Ganzen, für das wir der Vorsehung Gottes danken dürfen.

Nächster Termin – offen für alle Männer

Die Männerrunde trifft sich an jedem 3. Mittwoch im Monat. Das nächste Treffen ist am 20. November und beginnt um 8.00 Uhr mit der Hl. Messe in der Kapelle des Pfarrhauses. Die Männerrunde ist keine geschlossene Gruppe, sondern offen für ALLE Männer!

Erntedankfest: Dankbarkeit stärkt den Glauben

Mit einem prächtigen Schmuck aus Feld- und Gartenfrüchten, Blumen, Brot und Wein um den Altar beging die Pfarrgemeinde am 6. Oktober das Erntedankfest. „Wenn wir auf den prächtigen Erntedankaltar schauen, den gestern tüchtige Mitarbeiter aufgebaut haben, sagen wir auch ein großes Dankeschön“, sagte Pfarrer Artur Żuk.

Die Dankbarkeit Gott gegenüber bezeichnete Pfarrer Żuk in seiner Predigt als „Methode zur Stärkung des Glaubens“. Durch gelebte Dankbarkeit entstehe ein starkes soziales Netz, auch im Bereich der Religion. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Glaube und Spiritualität die Fähigkeit zur Dankbarkeit erhöhen. Żuk: „Wer dankt, der denkt an den Geber, er denkt an die Güte, die ihm erwiesen wurde.“

Eucharistie bedeute nichts Anderes als Danksagung. „Wir feiern jedes Mal am Altar Danksagung. Dankbarkeit, besonders im eucharistischen, liturgischen Sinne, ist nichts Anderes, als an den Geber zu denken, Ihm danken, zu Ihm beten, den Geber anzubeten. Das ist der ganze Sinn des Erntedankfestes.“

Wenn wir vor Gott kämen mit einer ganzen Litanei von Wünschen, würden wir nicht Gott sehen, sondern unsere Wünsche, betonte der Pfarrer. „Aber wenn wir mit Lobpreis und Gebet vor den Geber kommen, dann sehen wir plötzlich Ihn.“ Dann sei die Anbetung plötzlich wie ein „durchlässiges Sprechrohr“, durch das die Gnade zu uns fließen könne. Sonst sei das Rohr verschlossen durch die eigenen Interessen. Żuk ermutigte die Gemeinde, dies als „Gebrauchsanweisung zu nehmen, damit wir Gott öfters danken und ihn anbeten“. Dabei sei Jesus unser Vorbild: In jedem Moment, besonders in schwierigen Situationen, hab er zuerst seinem Vater gedankt. Erst dann konnte die ganze Gnade herabfließen. 

Fotos: Meiert, Żuk, Riccabona

Segnung der Erntegaben
Das fleißige Vorbereitungsteam!

Rosenkranzmonat Oktober

Im Monat Oktober wird von der Kirche besonders das Gebet des Rosenkranzes empfohlen. Der Rosenkranz ist eines der schönsten und wirkungsvollsten Gebete überhaupt und hat im Verlauf der Jahrhunderte unzählige Menschen zum Glauben geführt, im religiösen Leben gestärkt und zuletzt in den Himmel geführt.

Im Rosenkranzgebet wenden wir uns an die Jungfrau Maria, dass sie uns immer nah zu ihrem Sohn Jesus bringe, sagte Papst Franzikus 2017 auf Malta. Beim Gebet der freudenreichen, lichtreichen, schmerzreichen und glorreichen Geheimnisse durchlaufen wir die verschiedenen Stationen des Lebens Jesu, aber auch unseres eigenen Lebens. „Betend bringen wir Gott alles dar: die Mühen, die Verletzungen, die Ängste, aber auch die Freuden, die Gaben, die lieben Menschen … alles dem Herrn. Betend erlauben wir Gott, in unsere Zeit einzutreten und alles anzunehmen und zu verwandeln, was wir erleben.“ Papst Franziskus forderte dazu auf, oft den Rosenkranz zu beten, damit er Frieden in die Herzen in der Familie, der Kirche und der Welt bringe.

Betrachtung in Stille

„Der Rosenkranz ist Schule der Betrachtung und der Stille“, sagte Papst Benedikt XVI. 2008 bei einer Meditation im italienischen Wallfahrtsort Pompeji. „Auf den ersten Blick mag er wie ein Gebet erscheinen, bei dem Worte aneinandergereiht werden und das daher schwer vereinbar ist mit der Stille, die zu Recht für die Meditation und die Betrachtung empfohlen wird. In Wirklichkeit stört das gleichmäßige Wiederholen des Ave Maria die innere Stille nicht, sondern erfordert sie vielmehr und nährt sie. Ähnlich wie bei den Psalmen im Stundengebet kommt die Stille durch die Worte und Sätze hindurch zum Vorschein – nicht als eine Leere, sondern als eine Anwesenheit des letzten Sinnes aller Dinge, der die Worte übersteigt und gemeinsam mit ihnen zum Herzen spricht. So müssen wir beim wiederholten Beten des Ave Maria darauf achtgeben, daß unsere Stimmen die Stimme Gottes nicht »überlagern«, denn er spricht immer durch die Stille, wie »ein sanftes, leises Säuseln« (1 Kön 19,12). Wie wichtig ist es also, sowohl im persönlichen als auch im gemeinschaftlichen Gebet diese Stille zu pflegen, die erfüllt ist von Gott!“

Foto: Shutterstock.com

Heilige Messe in polnischer Sprache!

PL: Szczęść Boże! Od października nasza parafia w Guben zaprasza na polskojęzyczną Mszę św. Będzie ona odprawiana w każdą 2 niedzielę miesiąca o godzinie 10:30 w kościele parafialnym (ul. Rosenweg 14). Na tę wspólną modlitwę zapraszamy wszystkich, szczególnie polskojęzycznych, wiernych. Najbliższe terminy to: 13 października, 10 listopada, 8 grudnia.

DE: Grüß Gott! Ab Oktober bietet unsere Pfarrei in Guben eine Hl. Messe in polnischen Sprache an. Jeweils am 2. Sonntag im Monat, um 10:30 Uhr in der Pfarrkirche (Rosenweg 14). Zu diesem gemeinsamen Gebet laden wir alle, besonders die polnischsprachigen Gläubigen, ein. Die nächsten Termine: 13. Oktober, 10. November, 8. Dezember.