Die Männerrunde und die Heilung der Gegensätze

Unsere Männerrunde besuchte am Festtag der hl. Bistumspatronin Hedwig mit Pater Kilian vom Zisterzienserpriorat Neuzelle das Gebiet des ehemaligen Stasi-Geländes bei Treppeln, das möglicherweise der Platz für den Bau eines neuen Klosters wird. 
Wird die Wunde in diesem Gebiet geheilt werden? Wird das Gebet der Mönche an diesem Ort das viele Leid und Unrecht sühnen? 
Gemeinsam haben wir uns und diesen Ort dem HERRN anvertraut. DEIN Wille geschehe!

Fotos: Riccabona

Im Folgenden die Predigt von Diakon Markus bei der vorangegangenen Hl. Messe:

Heute fügt sich alles zu einem Ganzen: das Fest der Bistumspatronin, der hl. Hedwig, der Wahltag des hl. Papstes Johannes Paul II. und der Besuch der Männerrunde auf dem früheren Stasi-Gelände in Treppeln, das als Bauplatz für das neue Kloster der Mönche geplant ist.

Die hl. Hedwig lebte in den schwierigen Umständen ihrer Zeit nach ihrem Grundsatz: „Man muss Gegensätze durch Gegensätze heilen.“ Den Hass durch die Liebe, die Schuld durch Sühne. So wurde Hedwig zur asketischen Büßerin, die gleichzeitig doch auch liebende Gattin und Mutter blieb und eine weise Ratgeberin und Herrscherin wurde. Nach dem Tod ihres Gatten, Herzog Heinrichs des Bärtigen, 1238 zog sie sich in das Zisterzienserinnenkloster Trebnitz bei Breslau zurück.

Und ausgerechnet Zisterzienser sind es, die auf einem belasteten Grundstück eines Unrechtsregimes ihr Kloster bauen möchten. Wo Hass, Verrat und Folter herrschten, wird – so Gott will – in Zukunft durch ständiges Gebet Gott gelobt, geliebt und Unrecht gesühnt, die Gegensätze durch Gegensätze geheilt. Durch die Hingabe der Mönche geht Gottes Heilung auf dieses ganze Land über, wie auch die hl. Hedwig durch ihre Hingabe zum Segen für ihr Land wurde.
Und wir dürfen durch unser Gebet und unsere eigene Liebeshingabe mitwirken an dieser Wende, dieser wirklichen Wende – von Sünde und Schuld hin zu Sühne und Heilung.

Und ohne die Wahl Karol Woytiłas zum Papst heute vor 41 Jahren, ohne das mutige Wirken des hl. Johannes Paul II., dessen Reliquien wir heute verehren dürfen – ohne diesen Papst wäre es nie so rasch und so gewaltlos zum Ende des Kommunismus gekommen. Eben nicht durch Gewalt, durch Putsch oder Revolte, sondern durch eine Revolution an der Hand Marias, an die er sich ganz hingegeben hatte: „Totus tuus“, „Ganz Dein“ war sein Wahlspruch. Durch Gebet und Sühne, durch die Heilung der Gegensätze durch Gegensätze, ist der Kommunismus gefallen.

So fügt sich heute alles zu einem großen Ganzen, für das wir der Vorsehung Gottes danken dürfen.

Nächster Termin – offen für alle Männer

Die Männerrunde trifft sich an jedem 3. Mittwoch im Monat. Das nächste Treffen ist am 20. November und beginnt um 8.00 Uhr mit der Hl. Messe in der Kapelle des Pfarrhauses. Die Männerrunde ist keine geschlossene Gruppe, sondern offen für ALLE Männer!

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