„Die Seele sakramental ausputzen!“

Den neuen „Angelus“-Pfarrbrief für November/Dezember hier herunterladen.

Irgendwie habe ich das Gefühl, als wäre ich gerade erst aus dem Sommerurlaub zurück, aber es sind bereits zwei Monate nach meinem Umzug aus Bayern nach Brandenburg und zugleich die ersten zwei vollen Monate meines priesterlichen Dienstes in Guben. Ach! Alles verläuft tatsächlich „Ruck-Zu(c)k“.

Kaum haben wir für die Ernte des Jahres gedankt, noch nicht richtig zu Ende den Oktoberrosenkranz gebetet und schon muss man an die Winterreifen denken, unsere Toten auf den Friedhöfen besuchen und langsam die adventlichen Lichter besorgen. Die Zeit vergeht unglaublich schnell, und es ist noch so viel zu tun bis Weihnachten.

Gleichzeitig freut sich das kleine Kind in mir wieder auf Weihnachten. Es kann ja nicht immer Sommer sein, jedenfalls nicht in unserem Lande. 

Auf dem Heimweg durch die Dunkelheit hatte ich jedenfalls Zeit genug, mir ein wenig Schnee zu Weihnachten zu wünschen, mir den Duft von leckerem Gebäck vorzustellen und mich auf gemütliche Tage in der warmen Stube zu freuen.

Weihnachten ist auch immer wieder eine Chance: Einmal innezuhalten und zur Ruhe zu kommen, nach einem vielleicht anstrengenden Jahr, nach Lebensveränderungen, nach den vielen Vorbereitungen auf Weihnachten und all den Dingen unseres leider oft so hektischen Alltags.

Weihnachten ist eine Zeit, da wir einmal durchatmen sollten, auch im geistigen Sinne. Eine Zeit, in der wir uns wieder aufs Neue bewusst machen sollten, dass Jesus zu uns gekommen ist und immer wieder neu zu uns kommen will, wenn wir ihn nur lassen.

Als Katholiken denken wir aber daran, dass der neugeborene Sohn Gottes, auf dessen Ankunft wir uns in den nächsten Wochen vorbereiten werden, nicht unbedingt unsere geputzten Fenster, einen vollen Kühlschrank oderfrisch gewascheneGardinen in unseren Wohnungen braucht, sondern einen festen und gut vorbereiteten Platz in unserer Seele. 

Daher nehmen wir uns vor die kommendeAdventszeit, als eine Chance zu nutzen, unsere Seelen sakramental auszuputzen und frisch für das Christkind zu machen. Nehmen wir die Beichttermine ernst, sowohl in unserer Pfarrei, als auch im Kloster Neuzelle oder anderswo, wo Jesus im Beichtstuhl auf uns wartet. Geben wir ihm keinen Korb! Er will uns mit sich selber – mit seiner Barmherzigkeit beschenken. Letztendlich wollen wir doch seinen Geburtstag feiern!

In diesem besinnlichen Sinne wünsche ich uns allen einen schönen, tiefgreifenden Advent und frohe, gesegnete Weihnachten. Alle Gute zum Geburtstag Jesu!

Pfarrer Artur Żuk

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