Rosenkranzmonat Oktober

Im Monat Oktober wird von der Kirche besonders das Gebet des Rosenkranzes empfohlen. Der Rosenkranz ist eines der schönsten und wirkungsvollsten Gebete überhaupt und hat im Verlauf der Jahrhunderte unzählige Menschen zum Glauben geführt, im religiösen Leben gestärkt und zuletzt in den Himmel geführt.

Im Rosenkranzgebet wenden wir uns an die Jungfrau Maria, dass sie uns immer nah zu ihrem Sohn Jesus bringe, sagte Papst Franzikus 2017 auf Malta. Beim Gebet der freudenreichen, lichtreichen, schmerzreichen und glorreichen Geheimnisse durchlaufen wir die verschiedenen Stationen des Lebens Jesu, aber auch unseres eigenen Lebens. „Betend bringen wir Gott alles dar: die Mühen, die Verletzungen, die Ängste, aber auch die Freuden, die Gaben, die lieben Menschen … alles dem Herrn. Betend erlauben wir Gott, in unsere Zeit einzutreten und alles anzunehmen und zu verwandeln, was wir erleben.“ Papst Franziskus forderte dazu auf, oft den Rosenkranz zu beten, damit er Frieden in die Herzen in der Familie, der Kirche und der Welt bringe.

Betrachtung in Stille

„Der Rosenkranz ist Schule der Betrachtung und der Stille“, sagte Papst Benedikt XVI. 2008 bei einer Meditation im italienischen Wallfahrtsort Pompeji. „Auf den ersten Blick mag er wie ein Gebet erscheinen, bei dem Worte aneinandergereiht werden und das daher schwer vereinbar ist mit der Stille, die zu Recht für die Meditation und die Betrachtung empfohlen wird. In Wirklichkeit stört das gleichmäßige Wiederholen des Ave Maria die innere Stille nicht, sondern erfordert sie vielmehr und nährt sie. Ähnlich wie bei den Psalmen im Stundengebet kommt die Stille durch die Worte und Sätze hindurch zum Vorschein – nicht als eine Leere, sondern als eine Anwesenheit des letzten Sinnes aller Dinge, der die Worte übersteigt und gemeinsam mit ihnen zum Herzen spricht. So müssen wir beim wiederholten Beten des Ave Maria darauf achtgeben, daß unsere Stimmen die Stimme Gottes nicht »überlagern«, denn er spricht immer durch die Stille, wie »ein sanftes, leises Säuseln« (1 Kön 19,12). Wie wichtig ist es also, sowohl im persönlichen als auch im gemeinschaftlichen Gebet diese Stille zu pflegen, die erfüllt ist von Gott!“

Foto: Shutterstock.com

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