Pilger der Hoffnung …

… sind nur versöhnte, österliche Christen.

Die neue Ausgabe des Angelus gibt es hier zum Herunterladen!

Das Heilige Jahr (lateinisch: annus sanctus) oder Jubeljahr (lateinisch: annus iubilaeus) ist ein besonderes Ereignis in der katholischen Kirche und wird alle 25 Jahre gefeiert. Ziel des Heiligen Jahres ist es, die Gläubigen zur Erneuerung ihres Glaubens und zur Vertiefung ihrer Beziehung zu Gott aufzurufen. Ein wichtiges Merkmal des Heiligen Jahres ist die Möglichkeit, einen vollkommenen Ablass zu erlangen, also die Vergebung der zeitlichen Sündenstrafen.

Das Heilige Jahr 2025 steht unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“. Papst Franziskus hat es ausgerufen, um in Zeiten von Kriegen und globalen Krisen eine Zeit der Besinnung und Erneuerung zu schaffen. Christen und alle Menschen guten Willens sollen wieder Hoffnung schöpfen können. Aber wie? Wodurch?

Der Heilige Vater hat uns einige Methoden genannt, die wir täglich nutzen können, um das Heilige Jahr tatsächlich mit einem Ablass – Versöhnung mit Gott und den Mitmenschen krönen zu dürfen… sonst haben wir die Zeit der Gnade vergeudet… Wie unvernünftig und traurig!

Wir sollen nach dem Wunsch des Papstes die Höhepunkte dieses Jubeljahres, d.h. Pilger- oder Wallfahrten zu den sogenannten „Heiligen Pforten“ (sei es in Rom, oder in den Kathedralen in den Bistümern) unternehmen. In unserem Falle in Guben handelt es sich um die folgenden Bischofskirchen um uns herum:

Zielona Góra (Grünberg): 63 km
Görlitz: 120 km
Berlin: 145 km
Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe): 148 km

Diese dynamische Bußübung soll uns bewusst machen, dass wir tatsächlich „Pilger der Hoffnung“ sind, und dass wir uns im Glauben wirklich bewegen, um die sakramentale Gnade der Versöhnung zu erlangen, um sich mit Gott zu versöhnen und den Ablass zu gewinnen.

Sollen wir jedoch, aus irgendeinem Grund auch immer, diese Pilger-Maßnahme nicht auf uns nehmen, dann bleibt es noch eine letzte einzigartige Chance, welche uns die österliche Bußzeit anbietet, und zwar: Ab dem Aschermittwoch bis zum Pfingstfest können wir die, durch die im Katechismus festgelegte Gebote der Kirche, empfohlene Jahresbeichte ablegen und aktiv an den österlichen Mysterien in der Pfarrei teilnehmen. Auf diesem Wege, durch die innere Verbindung mit dem Heiligen Vater, durch die sakramentale Beichte und aktive Teilnahme an dem Höhepunkt des Kirchenjahres (Osterfest) können wir doch den persönlichen Ablass auch gewinnen.

Verschmähen wir diese Gnade nicht, vergeuden wir diese heilige Zeit nicht! Nutzen wir diese durch persönliche Pilgerfahrten oder durch gemeinsame Feier der österlichen Geheimnisse!

Nur ein mit Gott und den Mitmenschen versöhnter Christ ist fähig ein österlicher Christ zu sein – und nur ein österlicher Christ kann tatsächlich ein „Pilger der Hoffnung“ werden! Ohne Beichte, ohne Versöhnung, ohne Ablass gelingt es uns nicht!

So wünsche ich Euch/Ihnen einen guten Vorsatz für dieses Heilige Jahr, eine gute Jahresbeichte und einen befreienden Ablass!

Werden wir wirklich „Pilger der Hoffnung“ – wahre, mit Gott versöhnte österliche Christen!

Euer/Ihr Pfarrer Artur Żuk

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