Versöhnung in Gubin

Unser Pfarrer in Ruhe, Kanonikus Uwe Aschenbrenner, war als Vertreter der katholischen Kirche beim deutsch-polnischen Versöhnungsfest in Gubin, bei dem des Ausbruchs des 2. Weltkriegs vor 80 Jahren gedacht wurde.

Vor der im Krieg zerstörten ehemaligen Haupt- und Stadtkirche feierten die christlichen Kirchen und Gemeinden von Guben und Gubin einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst

Fotos: Antoni Barbasz

Bistumswallfahrt: „Herr, zeige uns deine Wege!“

Vor 25 Jahren gründete Papst Johannes Paul II. die Diözese Görlitz. Das Jubiläum der Bistumsgründung haben die Gläubigen am Sonntag, den 1. September, mit der Bistumwallfahrt in Neuzelle gefeiert. Diese findet in jedem Jahr am ersten Sonntag im September statt.

Bischof Wolfgang Ipolt hatte  Ehrengäste eingeladen, den Apostolischen Nuntius Erzbischof Dr. Nikola Eterović, Botschafter von Papst Franziskus in Deutschland, Weihbischof Andrzej Siemieniewski  aus dem Erzdiözese Breslau, in Vertretung von Erzbischof Dr. Jozef Kupny und Weihbischof Dr. Matthias Heinrich aus dem Erzbistum Berlin, in Vertretung von Erzbischof Heiner Koch.

Die Wallfahrt stand unter dem Jahresthema des Bistums: „Herr, zeige uns deine Wege!“ 

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Foto: Bistum Görlitz/Raphael Schmidt

„Altes und Neues“

Mit 1. September ist Pfarrer Uwe Aschenbrenner im Ruhestand und Dr. Artur Żuk der neue Leiter der Pfarrei Guben. Ein Neustart, der mit der Bistumswallfahrt zu Unserer Lieben Frau in Neuzelle begonnen hat, bei der neben dem alten und dem neuen Pfarrer auch zahlreiche Gemeindemitglieder aus Guben dabei waren.

Ein guter Pfarrer gleicht einem „Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt“ (Mt 13,52). Deshalb wird Altbewährtes bleiben, einiges sich aber auch ändern. Am Donnerstag, den 5. September findet die erste gemeinsame Sitzung des Kirchenvorstandes und des Pfarrgemeinderates mit Pfarrer Żuk statt, wo über „Altes und Neues“ beraten wird.

Neu sind jedenfalls die Bürozeiten von Pfarrer Żuk: Mittwoch von 9.00 bis 12.00 Uhr im Pfarrhaus, Sprucker Straße 85.

Neu sind auch einige Gottesdienstzeiten und die Beichtzeiten:

Sonntagsmesse
9.00 Uhr in der Pfarrkirche, Rosenweg 14

Wochentagsmessen
Mi, Do, Sa 8.00 Uhr
Di, Fr 18.30 Uhr
in der Kapelle des Pfarrhauses, Sprucker Straße 85

Beichtgelegenheit
Sonntag 8.30 Uhr in der Pfarrkirche
Freitag 18.00 Uhr in der Kapelle

Gleich in dieser Woche gibt es wegen des Dekanatskonvents am 4. September jedoch zwei Ausnahmen: die Hl. Messe beginnt am Mittwoch bereits um 7.30 Uhr und die Bürozeiten entfallen an diesem Tag!

Neu ist auch der Haupteingang zum Pfarrhaus, der rechtzeitig zum Pfarrerwechsel fertig geworden ist:

Foto: Riccabona

Gedenkfeier zum 80. Jahrestag des Ausbruchs des 2. Weltkriegs

Zu einem Ökumenischen Gottesdienst und einem polnischen-deutschen Fest der Versöhnung laden die christlichen Gemeinden aus Guben und Gubin am Sonntag, den 1. September, vor die ehemalige Stadt- und Hauptkirche in Gubin ein. Der Gottesdienst beginnt um 15 Uhr. Anlass der Veranstaltung ist der 80. Jahrestag des Ausbruchs des 2. Weltkrieges am 1. September 1939. 

Zu den Folgen des Krieges gehörte nach dessen Beendigung im Frühjahr 1945 auch die Teilung der Neißestadt in das deutsche Guben und das polnische Gubin.

Foto: Riccabona

Einladung zur Bistumswallfahrt

Bischof Wolfgang Ipolt lädt zur Jubiläums-Bistumswallfahrt am 1. September nach Neuzelle ein:

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Sehr herzlich lade ich Sie im fünfundzwanzigsten Jahr des Bestehens unseres Bistums nach Neuzelle ein zu unserer
Bistumswallfahrt am Sonntag, dem 1. September 2019.

In diesem Jubiläumsjahr steht die Wallfahrt unter dem Motto „Herr, zeige uns deine Wege!“. Ein Jubiläum ist ein Punkt zum Innehalten und Danken, aber auch ein Anlass, um nach vorn zu schauen und die Zukunft unserer Ortskirche in den Blick zu nehmen. Wir bitten den Herrn der Kirche, dass er uns seine Wege zeigt und uns ermutigt, sie auch zu gehen.

Ich freue mich sehr, dass zu diesem Jubiläum der Apostolische Nuntius in Deutschland Erzbischof Dr. Nikola Eterović bei unserer Wallfahrt zu Gast sein wird. Er wird in der Andacht ein Grußwort an uns richten. Außerdem können wir Weihbischof Dr. Matthias Heinrich aus Berlin und Weihbischof Dr. Andrzej Siemieniewski aus Breslau begrüßen.

In diesem Jahr fällt unsere Wallfahrt mit den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen zusammen. Ich bitte Sie, liebe Schwestern und Brüder, trotz dieserterminlichen Überschneidung von Ihrem Wahlrecht auf jeden Fall Gebrauch zu machen und in christlicher Verantwortung ein Zeichen für die Demokratie in unseren beiden Ländern zu setzen.

Das Wallfahrtshochamt beginnt um io.00 Uhr in der Stiftskirche. Dort wird auch ab 08.30 Uhr und ab 12.30 Uhr Gelegenheit zum Empfang des Bußsakramentes sein.

Die Wallfahrt endet gegen 15:30 Uhr.

Ich freue mich, wenn die Verbände und Vereine mit Ihren Bannern an der Wallfahrt teilnehmen. Ebenso wünschenswert ist die Teilnahme der Priester und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Bistums.

Vertrauen wir bei der Wallfahrt alle unsere Anliegen Maria, Unserer Lieben Frau von Neuzelle, an und bitten sie um ihre Fürsprache.

Ich grüße Sie herzlich und freue mich auf die Begegnung mit Ihnen am Wallfahrtstag in Neuzelle,

Ihr
+ Wolfgang Ipolt, Bischof

Programm der Wallfahrt und Orientierungsplan hier

Foto: Zisterzienserpriorat Neuzelle / P. Issak Maria Käfferlein

Konversion

Große Freude! Herr Kalisch wurde im Rahmen der Sonntagsmesse feierlich in die katholische Kirche aufgenommen. Der evangelisch Getaufte hatte schon längere Zeit am Leben unserer Gemeinde teilgenommen und wurde von Pfarrer Aschenbrenner auf die Konversion vorbereitet. Bei seinem Übertritt zur katholischen Kirche hat er öffentlich das Glaubensbekenntnis gesprochen, wurde gefirmt und konnte zum ersten Mal die heilige Kommunion (in beiderlei Gestalten) empfangen! Deo gratias! Halleluja!

Fotos: Carola Ringelhann

Abschied vom „Busfahrer“

Eine Ära geht zu Ende. 31 Jahre, davon ein Jahr als Kaplan und dreißig als Pfarrer, hat Kanonikus Uwe Aschenbrenner in der Pfarrei Guben gewirkt. Am Samstag, den 24. August 2019, dem Fest des hl. Apostels Bartholomäus, wurde mit einer Heiligen Messe und einer Feierstunde im Pfarrsaal Abschied genommen. Die Pfarrgemeinde, die Mitbrüder aus dem Dekanat, die polnischen Amtskollegen aus Gubin, die Gubener Stadtökumene und das öffentliche Leben würdigten das segensreiche Wirken und die langjährige gute Zusammenarbeit mit Pfarrer Aschenbrenner.

Kanonikus Aschenbrenner verglich in seiner Predigt die Pfarre mit einem Autobus und den Pfarrer mit dem Busfahrer. Dabei erklärte er, dass das Wort „Bus“ vom lateinischen „omnibus“ kommt, das übersetzt „für alle“ heißt. Der Priester führt also ein „Fahrzeug für alle“: für Jugendliche, Familien und alte Menschen, für Frauen und Männer, für Progressive und Traditionsgebundene, für Engagierte und Fernstehende, für Glückliche und Gescheiterte, für Insider und Suchende. „Der Pfarrer ist nicht Priester für sich, sondern für die Menschen. Omnibus für alle, darauf kommt es an!“, so Aschenbrenner.

Foto: Barbara Hauser

Trotzdem sei der Pfarrer „kein Allroundman“, weshalb es manchmal sehr anstrengend sein könne, denn „irgendwem wird der Priester immer vor den Kopf stoßen“. Deswegen habe er seinen Dienst als Pfarrer und „Busfahrer“ nur tun können, „weil letztlich Jesus mir die Kraft gegeben hat“, betonte Aschenbrenner. Das „Busunternehmen“ habe den guten Hirten Jesus Christus als Chef, der nicht irgendwo in einem fernen Büro vor dem Computer sitze, „sondern er ist da, neben dir, mitten unter uns, tagtäglich neu, wenn wir uns in seinem Namen versammeln“. Dafür durften wir heute in der Eucharistiefeier Danke sagen.

Foto: Carola Ringelhann

Stellvertretend für „viele, denen ich zu danken habe“, nannte Pfarrer Aschenbrenner „drei Namen“:
1. Carola und Johannes Ringelhann: Carola war über viele Jahre die Pfarrhaushälterin und Johannes war in allen liturgischen Diensten die rechte Hand des Pfarrers und auch darüber hinaus immer zur Hilfe bereit.
2. Kathrin und Jerzy Skoczykłoda: Kathrin war einige Jahre die „Zugehfrau“, wie Aschenbrenner immer sagte., ihr Mann half in vielen fachmännischen Angelegenheiten.
3. Thomas Wilke, „ein guter Freund“, der in vielen Angelegenheiten eine große Hilfe war.

Thomas Wilke, Stv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes, und Gisela Plonka, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, lassen Kan. Uwe Aschenbrenner hochleben. (Foto: Riccabona)

Rede von Thomas Wilke, dem Stv. Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, im Namen der Pfarrgemeinde: hier

Fotos: Riccabona
Rektor Pfarrer Markus Müller vom Naemi-Wilke-Stift für die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)
Pfarrer Dschin-u Oh für die Evangelische Kirchengemeinde Region Guben
Pfarrer Ryszard Rudkiewicz von Gubin und sein Vorgänger Kan. Zbigniew Samociak
Christiane Fritzschka vom Evangelischen Seniorenzentrum „Herberge zur Heimat“
Hansjürgen Vorrath, Kantor der Evangelischen Kirchengemeinde
Gottfried Hain von der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde in Guben
Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Guben
Gisela Plonka, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, mit einer „Danklitanei'“

Pfarrer Aschenbrenner bei Wallfahrt in Rokitno geehrt

Pfarrer Uwe Aschenbrenner wurde von Bischof Tadeusz Litynski von Zielona Góra/Gorzów (Bistum Grünberg/Landsberg) zur Bistumswallfahrt eingeladen. Im Marienwallfahrtsort Rokitno (Rokitten) überreichte ihm der Bischof im Rahmen des Gottesdienstes persönlich das Distinktorium, das Kapitelkreuz der Domkapitulare.

Die diesjährige Wallfahrt nach Rokitno leitete Bischof Wolfgang Ipolt, der auch die Predigt hielt. Unser neuer Pfarrer Artur Żuk war auch einer der Konzelebranten; Gorzów ist sein Heimatbistum.

Bischof Litynski hatte Pfarrer Aschenbrenner am Gründonnerstag aufgrund dessen Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung zum Ehrendomherrn der Kathedrale von Gorzów ernannt.

Titelfoto: Karolina Krasowa

rokitno2Foto: Angelika Zamrzycka

rokitno3Foto: Angelika Zamrzycka

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Foto: Artur Żuk

Himmelfahrt: kein Start eines Raumschiffes

Was feiern wir zu Mariä Himmelfahrt? Was bedeutet „leibliche Aufnahme in den Himmel“?
Diakon Markus gibt in diesem Kurzvideo von Pfarrer Aschenbrenner einige Antworten:

Foto: Pfarrei Guben

 

Bibelrunde

Im September beginnt eine monatliche Bibelrunde im Pfarrhaus Guben. Wir treffen uns an jedem 4. Donnerstag im Monat um 18.30 Uhr im Unterrichtsraum. Die Termine 2019: 26. September, 24. Oktober, 28. November, 26. Dezember.

Der Ablauf einer Bibelrunde: Gebet – exegetische Einführung – „Bibel teilen“ (Lesen, Vertiefen, Schweigen, Mitteilen, Reflektieren) – katechetische Ergänzungen – Gebet

Leitung: Diakon Markus
Anmeldung: kath-pfarramt-guben@t-online.de oder persönlich bei Diakon Markus

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